Einmal pädophil, immer pädophil

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Die Lust lässt Frank Denker nicht los. Er genießt es, in der Nähe von Kindern zu sein. Er spielt gerne mit ihnen. Unterhält sich gerne mit ihnen. Und er fasst sie gerne an. „Aber niemals sexuell“, sagt er. Von sich selbst behauptet er, seine Gelüste unter Kontrolle zu haben. Er weiß, dass es falsch ist, mit einem jungen Mädchen zu schlafen.

Dass sein wirklicher Name im Verborgenen bleiben soll, hat einen handfesten Grund: Frank Denker will sich schützen. Zu groß ist die Angst davor, von jemandem als pädophil erkannt zu werden. „Wenn das passiert, ist mein Leben vorbei“, sagt er. Ein Leben, das er sich in den vergangenen rund 50 Jahren aufgebaut hat.

 

Denker ist verheiratet, hat einen guten Job  und sogar Kinder, die mittlerweile erwachsen sind. Ob er jemals sexuelles Verlangen nach ihnen hatte, als sie noch klein waren? „Nein“, erzählt er nüchtern. Wohl aber nach anderen Mädchen, die er auf der Straße, im Schwimmbad oder bei Familienfeiern sieht. „Ich bin pädophil und das schon mein ganzes Leben. Auch wenn ich mir dessen erst seit gut 15 Jahren bewusst bin.“

Durch das kindliche Körperschema sexuell ansprechbar  sein – das ist es, was die Medizin unter Pädophilie versteht. Davon abzugrenzen ist die pädophile Präferenzstörung. Sie liegt vor, wenn die Ansprechbarkeit über einen längeren Zeitraum besteht, mit „sexuellen Fantasien, Impulsen oder Verhaltensweisen einhergeht und die betreffende Person darunter leidet“, erklärt Sexualtherapeutin Claudia Bitzmann. Sie arbeitet an der Uniklinik in Leipzig am bundesweiten Präventionsprojekt „Kein Täter werden“ mit. Bitzmann behandelt Pädophile.

Claudia Bitzmann sitzt im Therapieraum der Leipziger Uniklinik und unterhält sich.
Claudia Bitzmann sitzt im Therapieraum der Leipziger Uniklinik und unterhält sich.

Vor elf Jahren wurde  das Projekt gegründet. In Deutschland bieten rund 30 Therapeuten an elf Standorten  Hilfe für schätzungsweise 250 000 Menschen an, die sich zu Kindern sexuell hingezogen fühlen. Die Leipziger Universität ist mit der Abteilung für Sexualmedizin seit fünf Jahren dabei und wird  vom Land Sachsen sowie der Stiftung „Hänsel + Gretel“ finanziert. Seit 2011 haben mehr als 500 Betroffene und Angehörige Kontakt aufgenommen. Die meisten kamen aus Mitteldeutschland. Die Uni nennt ihr Projekt „Dunkelfeld“ – angelehnt an den kriminalistischen Begriff, der Fälle beschreibt, die im Dunkeln bleiben.

Das Dunkelfeld bei Sexualdelikten ist hoch. Opfer schämen sich über das zu reden, was ihnen angetan wurde. Mit traumatischen Folgen wie lebenslangen Depressionen oder gestörtem Sozialverhalten. 13 760 Kinder wurden laut polizeilicher Kriminalstatistik im vergangenen Jahr in Deutschland missbraucht.  Wie bereits  2013 und 2014 sind die Zahlen leicht zurückgegangen.

Pädophilie ist kaum erforscht

Auch wenn es Pädophilie schon bei den alten Römern gab, gezielt geforscht wird auf dem Gebiet erst seit wenigen Jahren.  „Wir haben nur wenige wissenschaftliche und aussagekräftige Studien, die wir heranziehen können“, sagt Bitzmann. Eine der Studien besagt beispielsweise, das etwa vier Prozent aller  Männer pädophile Neigungen haben. Wie hoch die Quote bei Frauen ist, lässt sich dagegen nicht einschätzen. Generell scheint es nur wenige pädophile Frauen zu geben. „Was wahrscheinlich auch daran liegt, dass sich sexuelle Interessen von Frauen an Kindern anders ausdrücken könnten als bei Männern“, so Bitzmann. Eine Frau, die einen Jungen badet, wecke nicht so viel Aufsehen, wie ein Mann, der dasselbe tut.

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Die drei Achsen der Sexualität – solche Zeichnungen sind Teil der Therapie.

Frank Denker konnte seine Neigung bisher verstecken. „Oft bewundert man, wie gut ich mit Kindern klarkomme“, erzählt er. Bei Feiern ist er derjenige, der die Kleinen bespaßt, während die Eltern Ruhe von ihrem Nachwuchs brauchen. Das war schon immer so. Gedanken darüber, dass er pädophil sein könnte, kamen ihm erst mit Mitte 30. „Ich surfte auf Pornoseiten, als Bilder mit jungen Mädchen aufpoppten.“ Als er merkte, dass ihm die jungen Körper mehr gefielen als die erwachsenen, wurde Denker nachdenklich.  Er wird sich seiner Pädophilie bewusst, schaut sich Kinderpornografie an. Das macht er seit Jahren nicht mehr. „Weil ich dabei niemals ein Kind sah, das dieses wirklich von sich aus wollte.“

„Die Anzeichen für Pädophilie waren schon immer da, aber nicht auf sexueller Ebene, das kannte ich damals nicht.“ Da war zum Beispiel das Mädchen aus der vierten Klasse, das er als Neuntklässler begehrte. Er hatte immer Freundinnen, deren Körper mädchen- und nicht frauenhaft war. Darüber reden konnte er mit niemandem, nicht einmal engen Freunden. Es bestand immer die Gefahr, geächtet zu werden. Eine Therapie, in der er seine Identität preisgeben würde, schloss  er  deshalb kategorisch aus.

Der Therapieraum ist versteckt und karg ausgestattet. Hier gibt es regelmäßig Gruppensitzungen.
Der Therapieraum ist versteckt und karg ausgestattet. Hier gibt es regelmäßig Gruppensitzungen.

Bei Dunkelfeld versucht man, diese Anonymität zu wahren. Wo genau der Eingang zu dem karg ausgestatteten Raum ist, in dem sich regelmäßig Männergruppen treffen, erfahren nur die Betroffenen. „In der Therapie gilt  die ärztliche Schweigepflicht“, sagt Claudia Bitzmann. Bevor  es zur Einladung kommt, wird viel telefoniert. Nahezu das ganze Leben abgefragt. Wer schon einmal ein Kind missbraucht und seine Haftstrafe nicht abgesessen hat, darf an der kostenlosen Therapie nicht teilnehmen. „Einige Betroffene rufen an, wenn sie eine Straftat begangen haben. Aber dafür sind wir nicht da, diese Menschen müssen wir weiter vermitteln“, erklärt Bitzmann, die vorher im Strafvollzug  Sexualstraftäter  behandelt hat. „Das wollte ich aber nicht mehr, ich wollte daran arbeiten, dass Straftaten im Vorfeld verhindert werden“, sagt sie.

 

Doch wie viel Fantasie ist erlaubt? Im Internet gibt es einschlägige Plattformen, auf denen sich Pädophile austauschen. Geschützt durch die Anonymität des Internets sind viele Unterhaltungen öffentlich.  Strafbare, kinderpornografische Inhalte findet man dort nicht so leicht. Doch Profilbilder zeigen Kinder, darunter geben die Nutzer Alterspräferenzen an. Es bleibt ein mulmiges Gefühl, wenn man sich dort hindurchklickt.

Wer sich in den Foren umschaut, stellt sich schnell die Frage: Sind Pädophile eine Gefahr für die Gesellschaft? „Sie sind nicht automatisch Straftäter, denn eine pädophile sexuelle Neigung führt nicht zwangsläufig zum Begehen sexueller Übergriffe auf Kinder und Jugendliche“, sagt Bitzmann.  Pädophile seien nicht gleich schlechte Menschen und Kinderschänder. Oft hätten sie sogar genau davor Sorge: Werde ich ein Straftäter, weil ich pädophil bin? Und wie kann ich das verhindern?

Im Girllover-Forum tauschen sich Pädophile über ihre sexuelle Neigung aus.
Im Girllover-Forum tauschen sich Pädophile über ihre sexuelle Neigung aus.

Frank Denker sagt von sich, dass er niemals übergriffig, niemals ein Straftäter werden würde. „Ich habe keine Angst davor, dass ich die Kontrolle verliere“, erzählt er. Aber ihm ist klar, dass andere Menschen vor ihm Angst haben. Dass sie glauben, er könnte seinen Wünschen nachgeben, die Kontrolle verlieren. „Und dann rücksichtslos Kinder für die Befriedigung meiner Wünsche benutzen“, sagt er.

„Ich habe keine Angst davor. Aber die anderen vor mir, weil sie zu wenig über meine sexuelle Neigung wissen.“

Bisher hat er nur seiner Frau von seiner Pädophilie erzählt. Und das auch erst nach vielen Ehejahren. Anfangs drohte die Beziehung daran zu zerbrechen, mittlerweile arrangieren sich beide damit. Frank Denker kann bei ihr so sein, wie er ist. „Würde ich Menschen aus unserem Bekanntenkreis aufklären, würden sie mir jegliches Vertrauen entziehen. Kinder, die ich so liebe, vor mir verstecken.“ Sein gesellschaftliches Leben wäre auf einen Schlag vorbei, das Leben seiner Familie zerstört. Die Pädophilie würde ihn beherrschen – nicht umgekehrt, so wie es jetzt ist.

Denker wünscht sich, dass er nicht aufgrund seiner Pädophilie vorverurteilt wird. Bitzmann sagt, dass bei fast jedem Pädophilen die Angst vor Ächtung die bestimmende ist. Beide sind sich einig: Damit sich das ändert, müsste es Akzeptanz in der Gesellschaft geben. Mitgefühl, aber kein Mitleid für die sexuelle Neigung, die sich Menschen nicht aussuchen können. Den Missbrauch von Kindern solle das aber nicht rechtfertigen.

  • Frank Denker

    Ängste sind vielfältig!

    Eine sehr große Angst ist die vor dem Unbekannten – und dabei meine ich nicht eine bestimmte Person.

    Man stellt sich die Frage, was einen erwartet, welche Konsequenzen dieses Unbekannte haben wird. Und bevor man die möglichen Folgen nicht mehr überblicken kann, versucht man lieber, dieses Unbekannte zu ignorieren, lehnt es ab oder entwickelt sich sogar zum Gegner, ohne es zu kennen.

    So geht es vielen Menschen beim Thema Pädophilie, so geht es mir mit dem Outing gegenüber meinem Umfeld. Ich bin dieser Frank Denker, und auch wenn ich die Worte „Lust“ und „Gelüste“ wie im ersten Absatz niemals verwendet und vielmehr von Gefühlen, Gedanken und Wünschen gesprochen habe, so stimmt der Rest über mich.

    Sie können mir glauben, dass es eine große Überwindung bedeutet hat, etwas über mich preiszugeben. Meine größte Angst ist dabei die Gefahr des Erkannt- Werdens. Die im Video wiedergegebenen Stimmen auf der Straße zeigen, wie berechtigt meine Sorgen sind.

    Dennoch (weil ich diesen Weg nun einmal begonnen habe):
    Ich bin gern bereit, über diese Kommentar- Funktion Fragen von Ihnen zu beantworten.

    Frank Denker

  • Thomas Brander

    Hallo Herr Denker,

    haben Sie schon einmal eine medikamentöse Behandlung machen müssen bzw. sind Sie sogar in einer? Und falls nicht, haben Sie denn Angst davor? Ich hörte, dass die Medikamente sich auf mehr als nur den Trieb auswirken können und somit das Leben noch mehr beeinträchtigen.

    Beste Grüße
    Thomas

    • Frank Denker

      Hallo Herr Brander,

      natürlich habe ich mich in meinem bisherigen Leben schon einmal mit Medikamenten behandeln lassen müssen… XD

      o.K. Ich weiß was Sie meinen!

      Medikamente zur Triebdämpfung kenne ich persönlich und in der Wirkung auf mich nicht! Mir sind nur Erfahrungsberichte anderer bekannt, die solche Medikamente eingenommen haben.
      Neben den körperlichen Nebenwirkungen haben diese Medikamente jedoch eines gemeinsam:
      Sie hemmen wohl die Libido – also den unmittelbaren Wunsch, Sexualität zu praktizieren. Die Phantasien im Kopf, das Interesse an der Nähe zu Kindern und auch die Tatsache, Kinder sexuell attraktiv zu empfinden, wird nicht verändert!
      Obwohl ich das selbst nicht erlebt habe, so stelle ich es mir schrecklich vor! Gleichzusetzen mit dem Phantomschmerz eines Beinamputierten…
      Ich glaube, das beantwortet Ihre Frage, ob ich Angst vor einer triebhemmenden medikamentösen Behandlung habe.
      Nebenbei wäre es auch unfair meiner Frau gegenüber! Eine solche Behandlung würde somit nicht nur MEIN Leben beeinflussen!

      Im Beitrag klingt es vielleicht so, aber eine Therapie habe ich nicht gemacht!
      Ich bin ganz von selbst in der Lage, Empathie mit anderen zu empfinden, um zu erkennen, ob bzw. dass sie KEIN Interesse an intensiveren körperlichen Interaktionen haben. Das betrifft ja nicht nur die unmittelbare Sexualität, sondern es geht ja auch um den allgemeinen Kontakt. Inzwischen habe ich z.B. gelernt zu bemerken, wenn das Mädchen mich mal nicht in ihrer Nähe haben will.
      Das ist nicht anders als im normalen Umgang mit jedem Anderen.

      Meine „Therapie“ zur Akzeptanz meiner Pädophilie war das im Beitrag zitierte Girlloverforum.
      Mir ist bewusst, dass viele Angst vor einem solchen Forum haben, ein mulmiges Gefühl bekommen ob der Themen, die auch öffentlich einsehbar sind. Schließlich betrifft es dieses Unbekannte – vor dem man sowieso Angst hat.
      Doch gerade dieser Gedanken- Ausstausch, dieses Beschäftigen mit anderen Meinungen hat mir sehr geholfen, mir selbst über meinen eigenen Weg klar zu werden. Es ist mitnichten(!) so, dass wir uns in diesem Forum über Strategien austauschen, wie man am besten ein Kind für seine Zwecke „benutzen“ kann, oder dass wir „strafbare Inhalte“ tauschen…
      Es gibt viel mehr Themen im Zusammenhang mit einer pädophilen Neigung, die mein Leben beeinflussen!
      Es gibt viel mehr Dinge ohne Sexualität, welche mir bei Kindern (Mädchen) wichtig sind!

      Ein Mensch muss seine Gedanken mit Anderen austauschen können! Sei es, um sich bestätigt zu sehen, oder sei es, um mögliche Denkfehler zu erkennen!

      Dieses Forum war und ist meine „Selbsthilfegruppe“.

      Viele Grüße
      Frank Denker

      • Sven Poinart aus Detmold

        Wenn ich es recht verstehe, ist Herr Denker eine sogenannte „Halbhete“, also glücklicherweise eine Person, die nicht ausschließlich auf unsere armen Kinder fixiert ist, sondern auch bei normalen heterosexuellen Frauen seine Befriedigung finden kann. Damit dürfte sich der sexueller Leidendruck im Vergleich zu den Kernpädophilen stark reduzieren, schließlich kann die verständnisvolle Ehefrau zum, salopp gesagt, Druckabbau beitragen. Damit dürfte sich seine Situation ähnlich zu der eines normal empfindenen Mannes im fortgeschrittenen Alter(50+) darstellen, der vielleicht vom Verkehr mit einer attraktiven 18jährigen träumt, aber in der traurigen Realität nur Frauen in der für ihn passenden Altersgruppe(Age of Attraction) findet(Angebote von Dienstleisterinnen einmal ausgenommen).

        Zum Schluß wollte ich noch erwähnen, dass das sogenannte gesetzliche Schutzalter, welches Altergrenze für sexuelle Kontakte zwischen Kindern und Jugendlichen/Erwachsenen darstellt, in Deutschland bei vierzehn Jahren liegt. Eine zwischenmenschliche Begegnung zwischen einer 14jährigen erblühenden Schönheit und einem 84jährigen rüstigen Greis ist, so sehr sich auch unser moralisches Empfinden dagegen sträuben mag, in diesem unserem Land noch legal.

        • Frank Denker

          Hallo Herr Poinart,

          Sie haben recht mit ihrer Vermutung, dass ich kein „Kern- Pädophiler“ bin. Das heißt tatsächlich, dass ich durchaus die Attraktivität von erwachsenen Frauen bemerke. Es heißt aber nicht, dass mich diese oder Mädchen ab dem Ende der Pubertät wirklich sexuell ansprechen – sprich: dass ich den Wunsch verspüre, ihnen körperlich näher zu kommen. Das liegt übrigens nicht vordergründig an meinen Treue- Vorstellungen gegenüber meiner Frau und auch nicht an meinem „fortgeschrittenen“ Alter. Das liegt einfach an den ausgeprägten weiblichen Formen.
          Ich kann es selbst nicht erklären und bin froh darübr, dass ich meine Frau nicht so sehe. Wir sind schon so viele Jahre zusammen, und wir lieben uns tatsächlich noch immer, so dass (auf beiden Seiten) die Äußerlichkeiten nebensächlicher geworden sind.

          Ihre Vermutung in Bezug auf meine „verständnisvolle Ehefrau“ ist jedoch grundlegend falsch! Vor meinem Outing bei ihr gab es sogar Momente, in denen ich
          aufgrund meinem schlechten Gewissen wegen dem Verheimlichen meiner Neigung ihr gegenüber im Bett
          „versagt“ habe.
          Wenn ich mit meiner Frau Sex habe, dann MIT ihr und WEGEN ihr! Sie als „Mittel zum Druckabbau“ zu benutzen, wäre klassischer sexueller Missbrauch!
          Für meine sexuellen Phantasien in Bezug auf die Mädchen bin ich einfallsreich genug, um mir selbst Befriedigung zu verschaffen, ohne dass irgend ein Mädchen davon etwas erfährt, und ohne dass ich meine Frau damit belaste.

          Sie machen jedoch einen großen Denkfehler, und auch der Artikel hat diesen Fehler aufgrund der Konzentration auf das Präventionsprojekt in Leipzig nicht richtig stellen können.
          Pädophilie ist KEINE ausschließlich(!) sexuelle Angelegenheit! Pädophilie ist wie die allgemein akzeptierte Heterosexualität eine Sexualpräferenz, aufgrund dessen sich die Menschen zu ihren favorisierten Partner(innen) hingezogen fühlen.

          Der Mensch ist ein sexuelles Wesen und verbindet natürlich Partnerschaft auch mit sexuellen Interaktionen. Doch wie jeder „normal“ empfindende Erwachsene in einer Partnerschaft neben der Sexualität viele andere Themen mit dem/der Partner(in) lebt, so besteht dieser Wunsch auch bei vielen Pädophilen.
          Und wie jeder „normal“ empfindende Erwachsene sich auf seine/ihren Partner(in) einstellt und anpasst, so tut dieses auch ein Pädophiler. Das Akzeptieren, wenn der/die Partner(in) zur Sexualität noch nicht bereit ist, gehört genauso zu einer Partnerschaft.

          Wenn ein „normal“ empfindender Erwachsener keine(n) Partner(in) für sich findet, dann wird er genauso unglücklich sein. Es kommt jedoch niemand auf die Idee, diesen Menschen aus diesem Gund als gefährlich einzustufen. Bei Pädophilen macht man das aber!

          Wenn ein „normal“ empfindender Erwachsener aus welchen Gründen auch immer einen anderen Erwachsenen sexuell missbraucht, dann wird dieses als Ausnahme gesehen.

          Wenn dagegen ein sexueller Missbrauch eines Kindes bekannt wird, dann sieht die Gesellschaft es als die Regel bei allen Pädophilen und begründet dieses mit dem „Leidensdruck“…
          Als ob kein Pädo mindestens eine gesunde Hand hätte!

          Ich reduziere mein Leben nicht auf meine Sexualität, und kann deshalb sogar einige pädophile Wunsche ausleben, weil eben nicht alles mit Sex zu tun hat.
          Wenn ich es einrichten kann und die Kinder es wünschen, dann widme ich ihnen gern meine freie Zeit und darüber hinaus. Kinder glücklich zu sehen macht mich glücklich. Aus solchen Momenten entnehme ich meine positiven Energien.

          Dass ich natürlich auch die Attraktivität mancher Mädchen bemerke, ändert daran nichts.

          Frank Denker

          P.S.
          Kinder ab 14 sind in ihrer Pubertät meistens schon so weit, dass sie für einen Pädophilen lt. Definition nicht mehr in der interessanten Altersgruppe sind.

          Leider ist es inzwischen so, dass jegliche Interessen Älterer an Jüngeren unter 18 fälschlicherweise als pädophil bezeichnet werden.

          Wir haben aber in Deutschland zum Glück noch keine amerikanischen Verhältnisse!

  • Simone

    Mmhh. Ich verstehs nicht. Was bitte ist an einem Kind sexuell anziehend? Gut Sie sagen sie haben das im Griff. Aber was ist daran „schön“ ein verängstigtes Kind etwas tun zu lassen ,was es nicht möchte? Was weh tut. Was Angst macht. Was verstört. Ich verstehs nicht. Ich hoffe inständig ,dass meine Kinder niemals einem wie Ihnen begegnen. Ich möchte Sie nicht beleidigen. Ich bin nur ehrlich.

    • Frank Denker

      Sie dürfen nicht(!) die Neigung Pädophilie gleichsetzen mit Sexualstraftaten gegen Kinder!
      Natürlich gibt es leider auch Pädophile, die erwachsene Sexualität mit Kindern ausleben – schlimmstenfalls sogar gewaltsam.
      Das sind dann die Fälle, von welchen in den Medien berichtet werden. Daran ändert auch nichts, dass lt. Studien ca. 60 % aller sexuellen Straftaten gegen Kinder Ersatzhandlungen von Nichtpädophilen sind.
      Die betroffenen Kinder tun mir leid!

      Um Ihre Fragen zu beantworten:
      Mir ist klar, dass es nicht leicht fällt sich vorzustellen, was ich an einem Kind (auch!) sexuell anziehend finde. Ich kann genauso wenig nachvollziehen, was z.B. homosexuelle Männer aneinander finden. (Wichtig! Nichts gegen Homosexualität!)
      Aber Sie schließen sofort aus meinem Interesse(!) darauf, dass ich dieses auch in die Tat umsetze!
      Das ist falsch!
      Es gibt nichts Schönes an einem verängstigten Kind!
      Es gibt mir ebenfalls nichts, einen anderen Menschen zu etwas zu zwingen, was dieser nicht will – schon gar nicht in der Sexualität und erst recht nicht bei einem Kind!

      Nein! Sie beleidigen mich nicht! Aber ich bin mir sicher, dass Sie mir ihre Kinder mit ruhigem Gewissen anvertrauen könnten. Sie wären nicht die erste, die mir bescheinigt: „Klar kannst Du mit ihr den Ausflug machen. Dir(!) können wir doch vertrauen! Sie freut sich auch schon sehr darauf.“

      Kein Kind hat jemals etwas davon mitbekommen, dass ich sie neben ihrem Wesen als Kind auch sexuell attraktiv empfinde.
      Kein Kind hat auch (für mich leider) jemals signalisiert, dass es meinen Partnerwunsch ihr gegenüber erwidert…

      Es wäre das Schlimmste für mich, wegen einem auch nur kleinen Zu-weit-Gehen das Vertrauen der Kinder in mich zu erschüttern oder gar zu verlieren!
      Wenn ich es mir genau überlege, ist ganau DAS der Hauptgrund, warum ich mich „im Griff habe“.

      Frank Denker

  • pawel

    „tausende minderjährige Mädchen in islamischen Eheverhältnissen in Deutschlan“
    „jährlich mehreren Hundert totgeprügelten Kindern“
    Welchem Horrofilm haben SIE sich denn angesehen? Sie wissen schon dass CSI & Tatort keine Dokus sondern Fiktion sind?

    • Florian Casper

      … bevor man Unsinn schreibt, wie du, sollte man sich einmal umfassend informieren, ich berufe mich dabei auf die offiziellen staatlichen Statistiken und natürlich gibt es wahrscheinlich deutlich mehr, da von einer gewissen Dunkelziffer (völlig unbekannter Höhe) auszugehen ist!

      • pawel

        In Deutschland gab es laut polizeilicher Kriminalstatistik im Jahr 2015 insgesamt 589 Opfer vollendeter Mord- bzw. Totschlagsdelikte. Davon waren 9,2% Kinder. Also 54. Und die wurden mit Sicherheit nicht alle „totgeprügelt“. Ihre gefühlte Fantasiekriminalstatistik weicht also eklatant von der polizeilichen Kriminalstatistik ab. Ebenso sieht es bei der Zahl Minderjähriger in islamischen Eheverhältnissen aus.

  • Kristin Groß

    Hallo an alle Beteiligten,

    möglicherweise stoße ich nicht sofort auf offene Ohren, wenn ich sage, dass ich mich von einer Leipziger Medienproduktionsfirma melde, die für verschiedene öffentlich-rechtliche Fernsehformate Beiträge realisiert. Dennoch möchte ich diese Anfrage nicht unversucht lassen und bitte die Diskussionsteilnehmer mit pädophiler Neigung, die sich zumindest ein erstes Gespräch mit mir vorstellen können, sich bei mir zu melden.

    Am besten auf diesem Weg: k.gross@newsdoc3.de

    Vielen Dank,

    Kristin Groß